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                   Mozambique Expedition  
         Dezember 2003,  Sponsored by H2O Voyage & MARINE Dynamics 
                                               Picture Gallery  -  .have a look!!!
Schon seit einer Stunde kreuzen wir mit unserem Zodiac der endlosen Küste des südlichen Mozambique 
entlang.  Hier zwischen "Praya da Rocha" und "Bolders Reef" hoffen wir die Meeresbewohner zu finden 
wegen denen ich  hierher   nach Afrika gekommen bin; Walhaie die grössten Fische in den Meeren !
Walhai ! Walhai!   Ruft Guido  vom Steuerstand her.  Der  Südafrikaner  germanischer  Abstammung , spricht
nur Deutsch mit mir ...........eine gute Gelegenheit es wieder aufzufrischen – freut er sich.   Guido hat  drei mal
 den Atlantik mit dem Segelboot überquert, ist seit Jahren Tauchinstruktor und ein exzellenter Diveguide,  dem
nichts auf und unter der Meeresoberfläche  entgeht. Jetzt sehe ich den Fisch auch, bräunlich schimmern zeich-
nen sich die Umrisse des riesigen Tieres  unter der Oberfläche ab. Jetzt gilt es ihn  nicht aus den Augen zu verlieren.
 Doch Guido hat Erfahrung im Umgang mit diesen Riesen, hält genau die richtige Distanz ein und drosselt den 
Motor um ihn nicht zu verscheuchen. Unser Walhai zieht schnurgerade seines  Wege – die beste Voraussetzung
also, sich  ca.  50 Meter vor ihm absetzen zu lassen und dem Tier entgegen  zu tauchen. In den vergangenen
Tagen hatten wir ebenfalls  Walhaibegegnungen.  Doch heute scheint alles  perfekt;   ruhige Wasseroberfläche,
klares Wasser, die Sonne genau im Rücken und ein sicher  neun Meter  langer Hai, der  direkt auf mich zu schwimmt.
 Damit mich der  Riese nicht als ein Hindernis betrachtet  und im letzten Moment abdreht,  tauche ich ihm aus der 
Tiefe entgegen.  Von jetzt an verfolge ich alles nur noch durch den Sucher meiner NIKON  in welchem der  Hai,
 trotz „fisheye“ Objektiv,  immer grösser und grösser wird. Ein erhebender Moment !!  Ich mache ein Bild nach  dem 
andern, weiche zur Seite aus, fotografiere über die riesige Seitenflosse eine halbtotale  ….und schiesse wie eine Rakete
zur Oberfläche um wieder einmal zu atmen  - was  aus  Begeisterung total vergessen ging.....  
 Begegnungen mit solchen Meeresbewohnern lassen sich nie  programmieren – das ist auch gut so - denn wo
bliebe dann noch die Herausforderung?  Die geht zwar  an der „Praya de Jangamo“  leider etwas verloren, weil hier 
hautnahe Begegnungen mit zwei  sicher spektakulärsten -  Manta und Walhai  - fast hundertprozentig sicher sind!
Wer aber neben  solchen Highlights noch bunte Korallen, glasklare Wasser und jeden Tag spiegelglatte See ohne
Strömung sucht, kommt nicht auf die Rechnung. Die Riffe sind fast durchaus brauner Farbe, mit Schwämmen und 
kargen Weichkorallen  bewachsen. Die Topographie des Meeresgrundes ist eher flach, zerklüftet mit Schluchten und
kleinen Steilwänden. Das Gebiet sehr Fischreich und grosse Schwärme von pelagischen Fischen ziehen denn Riffen
entlang.  Zwei mal konnten wir sogar, wenn auch zu weit weg für gute Fotos, kapitale Black-Marlin’s  sehen. An den 
Steilwänden und  über Korallenstöcken stehen die bekannten Blaustreifen Schnapper und Grossaugen Soldatenfische
in dichten Gruppen beisammen. Im Riff selber, tummeln sich die allgemein ansässigen Korallenfische des indischen
Ozeans und diejenigen Taucher die sich für Kleinlebewesen interessieren,  finden bizarre Nacktschnecken, skurrile
Fetzenfische und Krötenfische  in Hülle und Fülle. Und dann natürlich die Riesenrochen! Sie sind überall gegenwärtig,
doch permanent und hautnah sieht  man sie am „ Mantareef“ .  Dieses Riffplateau, mit einer Grösse von ca. 100 X 50
Meter, ist nämlich eine so genannte  Putzerstation. Über dieses Verhalten von Mantarochen weiss die Meeresbiologin
 Andrea Marshall,  von der Queensland  Universität in Australien, mehr zu berichten: 
 ...............Seit 12 Monaten tauche ich fast täglich an diesem Platz , identifiziere die Mantas mit Fotos und protokolliere
ihr Verhalten. Im Gegensatz zu anderen bekannten Mantaplätzen, wie „Jap“  oder  „Sea of Cortez“, bleiben die Tiere nie
länger als max. sieben Wochen hier vor Ort.  Das bedeutet, dass die Mantas auf ihrem Weg von Norden nach Süden, 
oder auch umgekehrt, hier Halt machen um sich putzen zu lassen. Diese Prozedur ist für die Gesundheit und Hygiene 
der  Rochen sehr wichtig. Oft konnte ich  neu angekommene Mantas beobachten, deren Haut voll mit Parasiten und Bewuchs
war.  Wenn sie dann den Platz wieder verlassen, sehen sie wie frisch gewaschen und gebürstet aus!! Viele Mantas haben 
Haibisse an den Flügeln. Das ist hochinteressant, denn die einzigen Haie die wir hier sehen sind Walhaie und ab und zu 
kleine Riffhaie.   Die Bisse stammen aber primär von Tiger und  Sambesihaien, die weiter südlich in der Region um Durban  
stark verbreitet  sind. Das bedeutet, dass die Rochen riesige Distanzen zurücklegen. Auch zu diesem Punkt werde ich mehr 
Fakten sammeln, um mehr über die Reiserouten der Mantas zu erfahren.  Mantas sind heute durch kommerziellen Fischfang 
starke bedroht!  Es ist deshalb sehr wichtig,  dass  die Menschen mehr über Mantas erfahren, damit weltweit eine Lobby ent-
steht, welche sich   für den Schutz dieser wunderbaren  Tiere einsetzt!
 Mozambique
Dieses Land,  an der Ostküste  zwischen Südafrika und Tansania, zählt immer noch zu den ärmsten Ländern des schwarzen 
Kontinents.  Seit damals, im 15 Jahrhundert, der Seefahrer Vasco Da Gama seinen Fuss an die  Küste setzte, hatten hier die 
Portugiesen das sagen. Als Mozambique im Jahre 1975 unabhängig wurde, herrschte Anarchie und das Land wurde von 
Bürge kriegen hin und her gerüttelt. Zum Glück verloren  aber mit der Zeit gewisse Supermächte ihr politisches Interesse,  
womit Rebellen und wer immer hier für Unruhe sorgte, keine Unterstützung mehr erhielten.  Dank dieser Tatsache, konnte s
ich eine demokratischen  Regierung etablieren Heute ist die politische Situation in Mozambique stabil und scheint es auch 
zu bleiben. Das Ziel der Regierung ist nun, die Wirtschaft und vor allem den Tourismus anzukurbeln. Da in diesem Land 
Tierreservate und Nationalparks fehlen, konzentriert man sich auf die Küste mit den Sandstränden und die gibt es genügend,
 2000 Kilometer von Norden nach Süden. 
 Tauchen
Der  Tauchplatz, die „Praya de Jangamo“  ist absolut jungfräulich. Vor fünf Jahren erst, haben Südafrikaner hier einige  „Lodges“
 gebaut welche aber vorwiegend auf Hochseeangeln ausgerichtet sind.  Taucherisch professionell, im Bezug auf Boote, Ausrüs-
tung und Organisation, läuft es seit einem Jahr als MARINE DYNYMICS  hier eine Basis errichtete. . MARINE DYNYMICS  hat 
sich in den  letzten Jahren durch ihre „Great White Shark Trips “ in Gans Bai bei Kapstadt, einen internationalen Namen geschaffen.
 Zum Team  ihrem gehört auch Andre Hartmann, der wohl grösste Spezialist im Umgang mit weissen Haien. Das Tauchen ist sehr i
ndividuell und die Gruppen umfassen nur 8 bis 10 Taucher. Die Tauchplatze liegen maximal 30 Bootminuten von der Basis entfernt 
und werden mit werden  mit halbstarren Schlauchbooten ( Semirigid inflatable  ) angefahren. Diese  8 Meter langen Boote liegen
 sicher und perfekt im Wasser, bieten den Tauchern grosszügig Platz und werden von zwei 85 PS JAMAHAS angetrieben. In der Regel
 wird am Morgen von  9:00 bis ca. 13:00 auf Meer gefahren. Die Basis verfügt über genügend 12 Liter Stahlflaschen, Jacketts und
 Automaten. Nach dem ersten Tauchgang geht’s auf Walhaisuche.  Dazu sind keine Tauchgeräte nötig, da die Tiere nur knapp, oder
maximal zwei Meter unter der Oberfläche schwimmen. Je nach Erfolg und Ausdauer der Gäste,  findet der zweite Tauchgang etwas
früher oder auch später statt.  
Ausrüstung
Von der Basis werden Flaschen und Blei zur Verfügung gestellt. Jackett und Automaten können gemietet werden. Das Wasser ist im 
Durchschnitt 24 Grad warm, mit oft kälteren Strömungen. Es empfiehlt deshalb sich ein Anzug von mind. 5mm dicke mitzubringen.  
Beste Reisezeit  für Taucher 
Getaucht werden kann das ganze Jahr. Auch sind permanent Mantas zu finden. Wer aber speziell für die Walhaie nach Mozambique
 kommen will, muss in den Monaten von November bis April anreisen.  
Technisches
Die Stromspannung in Mozambique  beträgt 220 Volt und es empfiehlt sich ein Adapter EURO / SOUTHAFRIKA mitzunehmen. 
die Energie stammt von  Generatoren, welche von 07:00  bis 22:00 in Betrieb sind. Für die übrige Zeit,  erhellen  romantische
Petroleumlampen die Dunkelheit.  Was immer an Zubehör Werkzeug. Ersatzteilen usw. benötigt wird, muss mitgenommen werden.
Es ist hier, am Ende der Welt, wirklich nichts erhältlich!
Gesundheit
Impfvorschriften für die Einreise ins Land,  existieren nicht. Obschon die Küste nicht als Malariagebiet eingestuft wird, ist es
angebracht eine Malaria Profilakte z.B. LARIAM  einzunehmen. Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, für die Bootfahrten 
nicht vergessen.  Alle benötigten Medikamente  mitbringen. Es ist absolut nichts erhältlich!
 Anreise
Für die Anreise von Europa nach „„Praya de Jangamo“ muss 1 ganzer Tag also 24 Stunden  investiert werden. Johannesburg SA 
– Mobuto MZ –  und von da mit dem Minibus 600 Kilometer der Küste entlang bis nach Inhambane. Auf dem Rückweg kann, je 
nach Arrangement, auf den  Flug von Mobuto nach Johannesburg verzichtet werden und mit dem Auto durch den Krüger Nationalpark
 zurück nach Johannesburg gefahren werden. Eine lohnende Alternative, um neben all den Walhaien und Mantas der vergangenen 
Tage, auch noch einige „richtige“ afrikanische Wildtiere vor die Kamera zu bekommen. 

 Einreisevorschriften
Für Mozambique besteht eine Visumpflicht. Auch ist ein sechs Monate vor Ablaufdatum gültiger Reisepass Vorschrift.
 Visa können bei den Mozambique Konsulaten des Heimatlandes, aber auch beim Grenzübertritt ( ca. 25 EURO )
 eingeholt werden.

Kontaktadressen
Marine Dynamics, P O Box 850, GANSBAAI    7220 Rep of South Africa
 www.dive.co.za    /  jbp@africa.com                     
                                
                    Bildgalerie .....have a look!!!
    Umweltschutz an der Küste Mozambiques!   
                      
Auch die Küste von Mozambique bleibt von den grossen Fischfangnationen, allen voran die Asiaten, nicht verschont. Die Longelinerboote
 haben ein leichtes Spiel, da keinerlei Kontrollorgane, geschweige den eine Marine existiert.  Das wird natürlich ausgenutzt und des nachts 
werden die Netze bis 100 Meter vor die Küste gelegt.  Tödliche Fallen auch für Mantas und Walhaie! Obschon der Tourismus erst Fuss
 gefasst hat, werden von den Einheimischen am Strand bereits Muscheln, Korallen und Schildkrötenpanzer verkauft.  Das Taucher keinen 
solchen Souvenirs kaufen ist ganz klar, doch wenn sich die Gelegenheit ergibt soll man auch „ normale“ Touristen Aufzuklären, die Finger 
von solchen Souvenirs zu lassen.  Die Idee der Südafrikaner vor Ort ist, ca. 100 Km der Küste, hinaus bis zur 3 Meilenzone, als Nationalpark 
zu erklären.  In einem Land, ohne finanzielle Mittel, wie es Mozambique nun mal ist, kann von Regierungsseite sicher keine Unterstützung 
erwartet werden. Wenn die Verantwortlichen aber realisieren, dass mit Tauchern und Touristen Geld verdient und  Arbeitsplätze geschaffen 
werden, könnte sich das Blatt wenden.  Die verantwortlichen von MARINE DYNAMICS, allen voran J.P. Bota,  arbeiten an einem Umweltkonzept.
Wir denken an eine grosse Kampagne, zusammen mit Europäischen Tauchmagazinen, der Industrie und anderen Umweltorganisationen,  
um die Verantwortlichen in Mozambique zu sensibilisieren?  
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

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