"WALEA"                                  

 

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Nirgendwo auf der Welt, sei es einfacher Träume zu verwirklichen -  wird gesagt……
Etwas wahres ist schon daran, an diesem kleine Punkt im blauen Ozean der auf der Karte von Nord Sulawesi kaum zu sehen ist. WALEA ist in der Tat ein ganz spezieller, einzigartiger und exklusiver Platz – in einem Wort ein Traum!

„Basar Ikan“
Das da unten etwas los sein muss wird mit schon bewusst, während ich gegen die leichte Strömung zu dem markanten Punkt am Riffabhang  schwimme, der von unserem  einheimischen Divemaster  „Baron“ als  „Basar Ikan“ bezeichnet wird,  was soviel wie „Fischmarkt“ bedeutetet.  Diese Ecke an der zwei Strömungen aufeinander treffen, ist unzweifelhaft gerade zu prädestiniert ein Treffpunkt  unserer beschuppten Freunde zu sein. Im offenen Wasser zieht denn auch bereits ein grosser Schwarm Makrelen ihre Runden ! Sicher nicht zum Vergnügen, denn das Ziel dieser Raubfische  sind natürlich die zahlreichen  Schulen von  Jungfischen, Sardinen und ganz bestimmt auch der Schwarm blauer Doktorfischen, welcher über dem Riff steht.
In regelmässigen Abständen erfolgen  Attacken auf die Friedfische – kraftvoll und blitzschnell  – wobei die Muskelkontraktion der kraftvollen, silbernen Leiber regelrecht zu hören ist.
Wer glaubt  -  je mehr Fische im Wasser, desto einfacher zu fotografieren – täuscht sich. Eine Gruppe oder gar einen grossen  Schwarm dynamisch ins Bild zu bringen, ist gar nicht so einfach - man weiss nämlich nie wo man abfangen soll und vor allem stehen immer einige falsch rum......... Für die grauen Riffhaie  und Bogenstirn Hammerhaie die an dieser Stelle regelmässig anzutreffen sind, muss ich nicht Ausschau halten,  da hätte ich nicht jetzt im März, sondern früher oder später nach WALEA Reisen müssen. Zur  Zeit  sind sie abwesend – auf Partnersuche oder gar schon auf Hochzeitreise .
Doch es müssen ja nicht immer Haie sein, um den Tauchgang interessant zu machen. Und andere  Meeresbewohner sind hier allgegenwärtig. Unter einem Überhang entdecke ich zwei kapitale Zackenbarsche, und nicht weit davon entfernt ein grosser Stachelrochen. Mehreren grossen Muränen bin ich bereits auf dem Weg  in die Tiefe begegnet – Motive und Sehenswertes genug !
Seit einer Woche betauche ich nun bereits die Riffe um WALEA  und bin vor allem von dem immensen Schwammbewuchs überrascht. Hier am  „Basar-Ikan“  ist es ebenso.  Bis 1.5  Meter wachsen die niedrigsten aller Tiere in die Höhe, über und über mit farbigen Federsternen bewachsen.  Grosse Gorgonen und andere Weichkorallen,  wie an den meisten Tauchplätzen um WALEA , wachsen auch hier.  Sie bringen Farbe ins Riff und eignen sich natürlich hervorragend für die klassischen Szenerien  – Gorgone im Vordergrund und den Taucher drum herum.
Leider zu viel schnell ist die Zeit hier auf 35 Meter ausgelaufen und es geht, nun mit der Strömung im Rücken, langsam dem Riff entlang in untiefere Regionen. Gelassen treiben wir  der auf ca. 10 Meter tief liegenden  Riffkante entlang und staunen; Das Wasser ist glasklar, und vor uns zieht eine Korallenlandschaft vorbei, die ihresgleichen sucht. Ich kann mich auf jedenfalls nicht erinnern, in den letzten 20 Jahren an intakteren und jungfräulicheren  Riffen getaucht zu haben. Das hat natürlich einen Grund -  wir tauchen nämlich im WALEA Naturschutzgebiet,  welches von den Besitzern des Ressorts ins Leben gerufen wurde.

„Basar-Ikan“ ist einer von vielen über 20 guten bis spektakulären Tauchplätzen der Umgebung;  „Gegolan“,“ mit pelagischen Fischen und Haien. „“Lampu“, an welchen Schwärme verschiedenster Fische anzutreffen sind,  „Keranggang“ und , Tingaluk“ für die Liebhaber von Weichkorallen und ein Superspot für Fotografen und Videofreaks.  „Talewega“, Landschaftlich weniger attraktiv, aber der beste Platz um Nacktschnecken, Pygmäenseepferdchen und anderes Kleingetier zu beobachten.  Das „nonplusultra“ an WALEA ist sicher das Hausriff, an welchen fast rund um die Uhr getaucht werden kann. Direkt am Ende des Anlegesteges, fällt es fast senkrecht bis auf 35 Meter Tiefe ab und bietet eigentlich fast alles. Speziell für Fotografen ist es DAS ideale Jagdgebiet, da die Zeit wirklich keine Rolle spielt und ein Motiv X-mal besucht werden kann.  Das Hausriff wartet denn auch mit einigen „Highlights“ auf.  Die Attraktion sind natürlich einige erst vor kurzem entdeckte endemische   „WALEA – Pygmäenseepferdchen“.  Anders als ihre bekannten Artgenossen, leben  sie nicht an Gorgonen, sondern in einer weissen Weichkoralle aus der Familie „Nephtheidae“  „WALEA-Seepferdchen“ werden diese nur 5mm grossen Tierchen deshalb genannt, weil diese Art zur Zeit noch nicht identifiziert ist – also keinen lateinischen Namen hat.
Taucher können die 5mm Winzlinge unter einer der Lupe betrachten – für Fotografen bleibt es eine Herausforderung, diese Motive formatfüllend abzulichten. Tauchgänge an der Jetty, sind gegen Abend am interessantesten. Kurz vor Sonneuntergang, kommen dann auch die wunderschönen Mandarinfische aus ihren Korallenverstecken und Geisterpfeifenfische stehen über und neben kleinen Gorgonen. 
Natürlich fehlen auch die Stammgäste nicht: „Ettore“ der grosse Barakuda, „Charlotta“ die Riesenmuräne, und dann noch „ Goirgino“ der Schnapper, der seinem Namen alle Ehre macht....

Das Ressort
Das Walea Ressort hat Geschichte! Die Gründer und  Besitzer Simona Motti und Luca Candia- Mainati, waren beide, mit grossem Erfolg und einem Designerlabel in italienischen Modewelt tätig. Eines Tages aber entschlossen sie sich einfach „auszusteigen“ um ein Paradies zu suchen  – weg von „big busines“, Stress und Konkurrentenkampf.
Und sie fanden es – nach vielen Monaten Kreuzfahrt auf einem kleinen Boot durch die Sulawesi-Sea  – Walea!
Die beiden wollten aber Nägel mit Köpfen machen und kauften gleich den Landstrich an der südlichsten Ecke der Insel. Ebenso garantierten sie, mind. 30 Menschen der nahen Siedlung zu beschäftigen – mir einer Auflage; Mindestens 250km2 des angrenzenden Gebietes, zu Lande und Wasser müsse unter Schutz zu gestellt werden!!
……ich habe nach einer Zeit aufgehört mit Zählen, wie  oft ich nach Jakarta gereist bin um alle bürokratischen Hürden zu nehmen und die Steine, welche man uns in der Weg gelegt hat wegzuräumen……erzählt Simona Motti heute !
Doch
die Mühe und Ausdauer lohnte sich, das Ressort wurde 1994  eröffnet und gleichzeitig eine 250km2  grosses Fläche  zum absoluten Schutzgebiet erklärt.  Fischen, Ankern und auch Tauchen – ausser natürlich für die WALEA-Gäste, ist untersagt und wird streng kontrolliert – doch davon später.
Ein  halbes Leben in der Modebranche färbt ab, das merkt man als Gast an allen Ecken und Enden – alles hier hat Stil; die Bungalows alle aus einheimischen Naturholz gefertigt, mit gepflegten Interieur und grosszügigem Badezimmer mit Mosaik und Stein ausgekleidet. Ein hoch über dem Meer gelegenes „Spaa  und Jacuzzi“, mit Massage und  Whirlpool mit Blick auf’s Meer. Natürlich fehlt auch die Sunsetbar nicht, stilgerecht ins Wasser hinaus gebaut und in bequemen Sesseln und Liegen, kann man dort  bei einem Drink den Tag ausklingen lassen....
Die Trümpfe aber, werden  beim Essen ausgespielt! Die Menus werden nach eigenen Rezepten gekocht und die Details den Gästen am Tisch von den Besitzern persönlich und blumereich erklärt – bereits da läuft einem das Wasser im Munde zusammen.  Was hinterher kommt, schmeckt dann auch dementsprechend - ein Mix aus bester italienischer Küche und  einheimischen exotischen Spezialitäten!
Das Ressort hat nur 15 Bungalows und nimmt gerade mal 30 Gäste auf. Diese und noch andere Faktoren tragen einfach dazu bei, dass im WALEA-Ressort eine  angenehme lockere und familiäre Atmosphäre herrscht, wobei aber das exklusive nicht verloren – im Gegenteil
Wenn man etwas mehr vom Land sehen will, kann die nähere Umgebung über angelegte Fusswege erkunden, oder per Schiff die beiden  Fischerdörfer  „Kondongan“ oder „Pasokan“ besuchen – Siedlungen,  wo die Uhr noch stehen geblieben ist!  Ein ganz besonderer „Trail“ führt direkt vom Ressort  zum südlichsten Teil der Insel mit einem herrlichen, schneeweissen Sandstrand und dem kleinen Tempel, von welchem aus die Geister – so wird erzählt – den ganz speziellen Bann auf die Besucher von WALEA ausüben.. ………
Auch im Paradies ist man heutzutage nicht total von der Welt  abgeschnitten; Satelitentelephon, digital TV und auch Internetzugang sind im Ressort vorhanden.

Lage.
Dass man alles das nicht  am Rande eines Touristenzentrums findet, liegt auf der Hand.  Das WALEA-Ressort liegt  auf der  Insel WALEABAHI, an der südlichsten Spitze in der im Golf von Tomini.
Die Reise von Europa hierher ins Paradies ist lang aber keineswegs beschwerlich; Europa – Singapore - Manado und von dort fliegt man mit einer Propellermaschine weiter nach Luwuk. Dann mit dem Auto durch tropische Regenwälder quer über die Insel und mit  dem Speedboot  nochmals 1 ½ Stunden quer über den Golf von Togian.
Den non-stop Flug von Europa  im Rücken, fühlt man sich dann auch als Globetrotter nicht mehr ganz so taufrisch.
Doch  kaum hat man die Füsse auf den Steg gesetzt und den Blick in die Runde schweifen lassen, ist alles vergessen -  man fühlt sich wirklich ins Paradies versetzt – der Bann der „Waleageister“ vom Tempelfelsen beginnt zu wirken!

Tauchen
Das Ressort ist natürlich primär auf’s Tauchen ausgelegt, ist ein PADI „Five Star Ressort“ und auch dementsprechend Ausgerüstet. Drei grosse Tauchboote aus Fieberglas stehen zur Verfügung und in der Regel, wird die Tauchergemeinde so aufgeteilt, dass pro Boot nie mehr als zehn sind. Die Anfahrten zu den Tauchplätzen betragen im Durchschnitt 20 Minuten. 50 Alu-Tanks stehen bereit, ebenso  MARES Jackets und Automaten.
Die Tauchstation steht unter der Leitung von Elle Zunini, der seit 30 Jahren in der  italienischen Tauchszene mitgemischt hat und jetzt auf WALEA am Ziel seiner Träume angekommen ist. Ihm zur Seite stehen drei einheimische PADI Instruktoren; Baron, Jain und Sony.
Der Tauchbetrieb ist sehr professionell organisiert und doch nicht in ein stures Schema gezwängt, dass die Selbständigkeit darunter leiden würde. Ab durchschnittlicher Erfahrung, kann dann in Teams getaucht werden und am Hausriff sind generell alle frei. Wenn gewünscht, steht aber immer ein Divemaster zur Stelle,  vor allem für Fotografen die beste Garantie, die seltenen Makromotive vor die Kamera zu bekommen.


Das WALEA  Schutzgebiet.
Indonesien ist ein Land in dem im Prinzip fast alles durch Gesetze geschützt ist;  Meersschildkröten, Orang-Utans, seltene Vögel, Reptilien, Regenwälder, Edelhölzer, Korallenriffe und und und... Leider aber nur auf dem Papier!  Kontrollen und Überwachungen existieren so gut wie nicht – ausser man tut und finanziert es selber – so wie in WALEA.  Rechtzeitig bevor auch an der Südspitze der Insel die Dynamit und Zyanidfischer ihr Handwerk beginnen konnten, war der Vertrag für das Schutzgebiet unterschrieben und  von den höchsten Regierungsämtern in Jakarta abgesegnet. .Zur Überwachung steht ein Patroullienboot mit  bewaffneten Polizisten zur Verfügung.  Auf illegales Fischen mit Dynamit, Zianyd und kommerziellen Fischen mit Netzen steht  Gefängnis und Konfiskation des Bootes an. Das beinhaltet nicht das traditionelle Fischen mit einer Leine zur Selbstversorgung der ansässigen Menschen. Generell sorgt sich das Ressort auch sehr stark um die Nachbarn. Über 35  Einheimische  sind direkt und indirekt im Ressort tätig. Simona sorgt und finanziert auch die ärztliche Versorgung und wenn immer ein Problem auftritt, ist das Ressort eine Anlaufstelle für die doch recht Arme Bevölkerung.
Die Kosten der Überwachung, welches den Lohn, das Essen, die Kleidung Waffen, Munition und andere Ausrüstung der  Polizeibeamten umfasst, belaufen sich auf ca. 2000 Euro pro Monat – welches voll vom Ressort getragen wird.
Das Paradies besteht aus vielen Teilen! Für Simona und Luca ist das Naturreservat einer davon und es wird gepflegt wie alles andere In WALEA.

 Infos: WALEA
Bungalows :  15  am Wasser.
Strand :  Sand / Fels / Hausriff
Essen:   Super – italienische und Indonesische Küche
Schwierigkeit:  einfache bis anspruchsvolle Tauchplätze
Hausriff:  Direkt am Anlegesteg senkrecht auch über 30 Meter abfallend
Sichtweite:  Sehr klar, bis 40 Meter je nach Jahreszeit.
Strömung: Je nach Tauchplatz, keine bis mittlere
Grossfische:  Makrelen, Delphine, Haie, Mantas, Adlerrochen, Muränen, Barsche
Energie:  220 Volt in den Bungalows und Ladestation im Tauchcenter,
UW-Fotokurse:  Digital Workshop  mit Kurt Amsler, April 2007 MANTA Reisen. 
Tauchausbildung:  PADI 5 Star Center: Alle Stufen
Land:  Wanderweg zur Südbeach und Tempelberg. Bootsfahrten zu Einheimischen Siedlungen.

Einreise.
Einreise: Gültiger Pass 6 Monate
Geld: Im Ressort  Kreditkarte, US $, Euro
Telephon:Mobile Nein, Nur Satelitentelephon, E-Mail, Internet    
 

Veranstalter:
Suisse: MANTA Reisen 
www.manta.ch

Italy:      www.aquadiving.it
France: www.manta-voyages.ch/

 

 

 Aufnahmen  NIKON D-200 / D2Xs     SEACAM  UW-Gehäuse
 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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