SOS für Meeresschildkröten

 



Vom Aussterben bedroht.
Alle sieben Arten, der heute noch lebenden Meeresschildkröten, sind am aussterben. Trotzdem werden die Tiere aber nach wie vor, auf der ganzen Welt verfolgt und gejagt. Wegen ihres wertvollen Panzers, der das Schildpatt liefert, um daraus Brillengestelle, Schmuckstücke und Souvenirs herzustellen, ist die echte Karettschildkröte eretmochelys imbricata, besonders bedroht. Die  Suppenschildkröte chelonia mydas, wird ihres Fleisches wegen gejagt, welches sich sogenannte „Feinschmecker" als Steaks oder Suppen einverleiben. In den asiatischen Ländern werden für  die Eier der Meeresschildkröten, die  als Aphrodisiakum gelten, hohe Preise bezahlt. Aber auch die anderen Arten werden durch Menschen dezimiert, durch Treibnetze welche die Tiere ertränken oder durch die Verschmutzung der Gewässer mit Chemikalien und Plastik. Durch die Expansion der Touristenanlagen, werden die Schildkröten auch von ihren angestammten Brutplätzen vertrieben und können sich nicht mehr fortpflanzen

Durch das Washingtoner Artenschutzabkommen ( CITES), sind  die Meeresschildkröten  weltweit streng geschützt, denn über 130 Länder haben diesen Vertrag unterzeichnet. Handelsverbote, Exportvorschriften und Zollkontrollen sollen das Fangen, Töten und den Handel mit den Tieren stoppen, verbieten und bestrafen. Viele Länder kümmern sich aber nicht oder nur wenig darum, sondern dulden, ja unterstützen den illegalen Fang sogar.  Auf  Druck von Tierschutzorganisationen, haben aber doch einige Regierungen begonnen, den Schutz für die Meeresschildkröten zu verstärken.  Auch hat die Aufklärung der Menschen allgemein dazu geführt, dass sich Produkte aus diesen Tieren nicht mehr überall verkaufen lassen.

Trotz allem hat  die Population der Meeresschildkröten sich noch nicht stabilisiert, geschweige den zugenommen. Weltweit sterben  jährlich immer noch ca. 100'000 Meeresschildkröten. Sie werden auf brutalste Art und Weise abgeschlachtet, ertrinken in Fischernetzen, ersticken an Plastikabfällen oder erkranken durch die Verschmutzung der Meere.  Die Lücke die durch den Tod der ausgewachsenen Tiere und dem Nachwuchs entsteht, wird immer grösser und lässt die Bestände weiter schrumpfen.

Eine neue Gefahr lauert.
Ungeachtet solcher Fakten, wird nun aber bereits wieder versucht dem Handel mit Meeresschildkröten  die Türe zu öffnen. „Rückstufung" nennt man diesen ersten Schritt, was im Klartext heisst: Wird eine geschützte Tierart vom bestehenden Anhang l  auf Anhang II gesetzt, ist ein „beschränkter und kontrollierter"  Handel wieder erlaubt.  Solche Anträge kann jedes Land, welches der CITES angehört stellen, sie müssen nur mit einigen Fakten untermauert sein.
Damals  der  CITES Konferenz 1997 in Harare, wurde  auch  der Handel mit  Elfenbein  „kontrolliert und beschränkt" wieder erlaubt. Die Befürchtungen der Tierschützer  haben sich bestätigt. Alle Vertreter der Teilnehmerstaaten, auch die Schweizer, die dort  den Anträgen von Botswana, Namibia und Zimbabwe zugestimmt haben, sind verantwortlich für die Massaker, die seit diesem Beschluss wieder von Wilderern unter den Elefanten angerichtet werden.  Mit der Lockerung des bestehenden Schutzes, öffnet man nur die Tür für den illegalen Handel, weil die Herkunft der Ware durch die verschlungenen Wege nie und nimmer mehr nachgewiesen werden kann.

Seit diesem "Exempel" versuchen nun Jahr für Jahr verschiedene Länder, vor allem Japan. Kuba Surinam Indonesien uns andere "gekaufte" Stimm-Nationen,  die Meeresschildkröten  zurückzustufen. Bis jetzt waren diese Vorstösse zwar erfolglos. Wir können nur hoffen. dass es auch in Zukunft so bleiben wird.

Würde eine Rückstufung wirklich stattfinden,  werden diese wunderbaren Tiere, die letzten Zeugen  unserer Vorzeit,  in kurzer Zeit für immer aus den Weltmeeren verschwunden 

 
 

Contact:
 

SOS for Sea Turtles
Kurt Amsler
Allee des Arbousiers

F - 83270 St Cyr sur Mer



E-mail: kurt@photosub.com